Bedarfsanalyse und Aufbau einer Knowledge Base für die Entwicklung einer KI Assistenz in der Anerkennungsberatung

Laufzeit

Juni 2026 - Dezember 2026

Beauftragt durch

Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration zugleich der Beauftragten der Bundesregierung für Antirassismus

Projektbeschreibung

Die Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen ist ein zentraler Baustein für die nachhaltige Arbeitsmarktintegration internationaler Fachkräfte in Deutschland. Anerkennungsverfahren sind hochkomplex, durch unterschiedliche berufsrechtliche sowie föderale Regelungen geprägt und aufgrund der Vielfalt internationaler Bildungs- und Berufsbildungssysteme nur im Einzelfall sachgerecht zu bewerten. Vor dem Hintergrund entsteht ein Bedarf an skalierbaren, qualitätssichernden und wissensbasierten Unterstützungsinstrumenten. In diesem Modellprojekt wird eine KI-gestützte Assistenz als ein solches Instrument entwickelt, um im Anerkennungsverfahren zu unterstützen.

Inhalte und Ziele

Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung eines funktionsfähigen Prototyps einer KI-gestützten Assistenz für die professionelle Anerkennungsberatung. Diese soll Beratende dabei unterstützen, komplexe Fälle strukturiert zu bearbeiten, Informationen schnell und präzise zusammenzuführen und entsprechende Handlungsempfehlungen im Kontext von Anerkennungsverfahren und arbeitsmarktorientierten Anschlussoptionen zu geben. Sie trägt zur Verbesserung der Beratungsqualität, zur Reduktion des Rechercheaufwands und zur Vereinheitlichung von Beratungsprozessen bei. Das Projekt verfolgt einen integrierten Ansatz, der fachliche, technische und organisatorische Entwicklungen miteinander verzahnt.

Die KI-Assistenz basiert auf einer Kombination aus realen, anonymisierten Beratungsfällen, strukturierten Fachinformationen sowie öffentlich verfügbaren Datenquellen. Technologisch kommt eine KI-gestützte Chatbot-Anwendung zum Einsatz, die semantische Suche und Antwortgenerierung mittels großer Sprachmodelle ermöglicht.

Aufgaben des ism

Das ism bildet im Projekt die Schnittstelle zwischen sozialwissenschaftlicher Begleitung und KI-Entwicklung. Im Rahmen einer Bedarfsanalyse werden mithilfe qualitativer und quantitativer Erhebungen Anforderungen, Nutzungserwartungen und Unterstützungsbedarfe aus der Beratungspraxis systematisch erfasst. Die Ergebnisse werden in Anforderungsprofile, User Personas und Nutzungsszenarien überführt und bilden damit eine Grundlage für die nutzerzentrierte Entwicklung der KI-Assistenz.

Der zweite Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung bei der Daten- und Wissenskartierung. Hierbei werden relevante Fachinformationen, Datenquellen und Wissensbestände zu bundes-, landes- oder nicht-reglementierten Referenzberufen identifiziert und strukturiert und für die KI-Entwicklung nutzbar gemacht.

Projektpartner

Die Projektkoordination liegt beim Westdeutschen Handwerkskammertag e.V. (WHKT) in Düsseldorf. Weiterer Projektpartner ist die Initiative für Gelingende Inklusion e. V. (igi e.V.).

Die Umsetzung erfolgt mit finanzieller Unterstützung durch die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration zugleich der Beauftragten der Bundesregierung für Antirassismus aus dem Haushaltstitel „Integrationspolitische Maßnahmen“.

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